Elterntraining (KES) für Familienzentren

Informationen

Module:
2 Tage à 7 UE.
 
1 Tag à 6 UE.
Preis:
310 € (umsatzsteuerfrei)
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Termine

Die Termine finden Sie im Buchungsmodul am Ende der Seite. Sollte Ihr Wunschtermin /-stadt nicht gelistet sein, schreiben Sie uns gerne unter info@weiterbildung-lauth.de
Ausbildung zum Elterntrainer für Familienzentren 

Der zweitägige Workshop befähigt MitarbeiterInnen an Familienzentren zu einer sachgerechten Beratung von Familien. Sie - die TeilnehmerInnen - werden in ein bewährtes und in ein bewährtes Elterntraining eingearbeitet, um es anschließend selbst in Familienzentren auszuführen. Dies kann im Kontakt mit einzelnen Familien aber auch in Gruppen erfolgen. Das Programm bietet ausdrücklich beide Möglichkeiten.

Sie lernen auf Grundlage eines bewährten Konzeptes (Kompetenztraining für Eltern, Lauth & Heubeck), Eltern so zu schulen, dass konkrete Alltagsprobleme (z. B. Fernsehen, Kind zu Bett bringen, Geschwisterstreit) gelöst werden. Dabei stehen die alltagspraktischen Erziehungsfähigkeiten im Mittelpunkt. Zunächst wird geklärt, welche Familiensituationen gut laufen und auf die Habenseite gestellt werden können. Welche sind aber „schwierig“?

Zusammen mit den Eltern wird geklärt „was schief läuft“. Hierfür werden Lösungen erarbeitet, die die Eltern unmittelbar umsetzen. Aufgrund dieser praktischen Schulung profitieren die Eltern unmittelbar. In der Regel verbessert sich ihre Erziehungsfähigkeit rasch und ihr Selbstvertrauen als Mutter oder Vater steigt.

Sie werden zur professionellen Führung von Elterngesprächen, zur Beratung der Eltern bei Erziehungsschwierigkeiten und zur eigenverantwortlichen Durchführung von Elternschulungen befähigt.

Fortbildungsziele

Das Programm ist speziell auf die Anforderungen an MitarbeiterInnen in Familienzentren zugeschnitten. Sie lernen:

  • das Erziehungs- und Interaktionsverhalten zu verbessern und Lösungen für konkrete Alltagsprobleme in der Familie zu erarbeiten (z.B. gemeinsame Mahlzeiten, die Kinder zu Bett bringen, Streit unter den Geschwistern)
  • Elterngespräche konstruktiv und professionell zu führen und Änderungsprozese anzubahnen
  • das Trainingsprogramm zur Schulung von Eltern im Gruppen- oder Einzelsetting auszuüben
  • elterliche Belastungen nachdrücklich zu reduzieren und ein entwicklungsförderliches Erziehungsverhalten auszubilden

Vorteile im Überblick

  • Entwickelt an der Universität zu Köln (Arbeitsgruppe Prof. Lauth)
  • Basiert auf dem „Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder (KES)“
  • Die Elternschulung wurde entwickelt und wissenschaftlich geprüft mit Förderung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (NRW) sowie das Bundesministerium für Familien und Gesundheit (clinical Trial)
  • Erfüllt die Qualitätskriterien des Gütesiegels für die Punkte

1.5 (Beratungskonzept der Familienzentren),

1.6 (Offene Sprechstunde),

2.2 (Kurse zur Stärkung der Erziehungskompetenz),

2.4 (Elternveranstaltungen zu pädagogisch wichtigen Themen) und

2.12 (Bildungsmöglichkeiten für Eltern mit Zuwanderungsgeschichte - KES-M) - PädQUIS.

  • Bildet eine Ergänzung zu den „Herner Materialien“ (Dokumentation von Verhaltensauffälligkeiten)
  • Konkrete und praxisnahe Schulung der Eltern
  • Verbessert die Erziehungsfähigkeit und Selbstwirksamkeitserwartung speziell von Eltern „schwieriger“ (sozial oder hyperkinetisch auffälliger) Kinder

Die Materialien bzw. das Programm für die Elternschulung liegen auch in türkischer Sprache vor. 

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Aufbau und Zertifizierung

Die Ausbildung läuft in drei Phasen ab:

  1. Grundkurs: Sie lernen verschiedene Formen von sozial auffälligem Verhalten bei Kindern zu unterscheiden. Die Indikation für die Elternschulung wird Ihnen genau vermittelt und praxisorientiert verdeutlicht d. h. Einarbeitung in entsprechende diagnostische Vorgehensweisen. Anschließend erfolgt eine sorgfältige und praxisnahe Vermittlung des „Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder (KES)“.
  2. Eigene praktische Anwendung und Anfertigung einer Fallarbeit: In dieser Praxisphase haben sie mehrere Monate Zeit, das Elterntraining an einem eigenen Beispiel umzusetzen und zu dokumentieren. Diese Fallarbeit bestätigt Ihre Befähigung zur praktischen Umsetzung des Trainings und dient dazu Fragen zu klären, die bei der eigenständigen Umsetzung aufgetreten sind.
  3. Telefonisches Feedback und Zertifizierung: Sie erhalten Rückmeldung über die Umsetzung und ein repräsentatives Zertifikat, welches Umfang und Inhalt der Fortbildung beschreibt. Prof. Dr. Lauth zertifiziert die erfolgreiche Teilnahme an der Fortbildung. 

Zielgruppe

Die Ausbildung zum Elterntrainer wurde speziell auf Familienzentren und ErzieherInnen an Familienzentren zugeschnitten.

Unsere Leistungen

  • Zweitägiger Grundkurs (16 Unterrichtseinheiten)
  • Beratung bei der Fallarbeit
  • Telefonische Rückmeldung und Zertifizierung
  • Zertifizierung der Fortbildung durch Prof. Lauth
  • Verpflegung während der Kaffeepausen (Getränke und Snacks)
  • Anrechnung von Fortbildungszuschüssen (z. B. Bildungsschecks (NRW)

Die Teilnehmergebühr beträgt:

310 € (umsatzsteuerfrei)

Darüber hinaus können Fortbildungskosten (einschließlich Fahrt- und Unterbringungskosten, Verpflegungsmehraufwand) als Werbungskosten von der Einkommenssteuer abgesetzt werden.

Gegebenenfalls ist auch eine Kostenübernahme durch Ihren Arbeitgeber möglich oder sie können anderweitige finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen (z. B. Bildungsgutschein in NRW).


Kursprogramm

Grundkurs

1. Tag; 8 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
  • Vorstellung des Weiterbildungsprogramms
  • Zielgruppe/ Indikation zum Elterntraining
  • Ansatzpunkte für die Elternschulung (Gründe für Verhaltens- und Erziehungsschwierigkeiten in der Familie)
  • Konzept zum Elterntraining
  • Durchführungsbedingungen für das Elterntraining
  • Praktische Organisation der Elternschulung
  • Vorausgehende Diagnosemaßnahmen bzw. Vorbereitungsgespräch
  • Erprobung des Vorgehens in kleinen Gruppen
2. Tag; 8 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
  • Einübung des Elterntrainings Schritt-für-Schritt (u.a. schwierige Familiensituationen aufschlüsseln, positive Spielzeit, familiäre Abläufe überdenken, im Positiven Anleiten, wirksame Anweisung geben, Fortschritte stabilisieren)
  • Darstellung und Erprobung des praktischen Vorgehens von Trainingseinheit 1 bis 8
  • Die Arbeit mit einzelnen Familien
  • Kritische Situationen besprechen
  • Übertragung in die eigene Praxis
  • Bisherige Ergebnisse
  • Diskussion und Klärung verbleibender Fragen
Zertifizierung
  • Vorstellung des Anwendungsbeispiels
  • Rückmeldung darüber
  • Klärung verbleibender Fragen
  • Zusendung des Zertifikats

In dem Buchungsmodul sehen Sie die verfügbaren Termine. Bei einigen Kursen ist die Warteliste aktiviert. Sie können sich unverbindlich eintragen lassen, indem Sie das Formular ausfüllen. Sollte zur Zeit kein Kurs angezeigt werden, kontaktieren Sie uns gerne unter: info@weiterbildung-lauth.de