Praxisreflexion zum Elterntrainer für Familienzentren

Ihre Vorteile

1.Reflexion der eigenen Berufspraxis
2.Erweiterung der eigenen Handlungsmöglichkeiten
3.Kollegiale Beratung unter ExpertInnen (Best Practice)

Kostenübernahme

Gegebenenfalls ist auch eine Kostenübernahme durch Ihren Arbeitgeber möglich oder Sie können anderweitige finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen (z. B. Bildungsgutschein in NRW)

Tipp

Fortbildungskosten (einschließlich Fahrt- und Unterbringungskosten, Verpflegungs-mehraufwand) können als Werbungskosten von der Einkommenssteuer abgesetzt werden.

Ihre Investition

1 Tag mit 8 Unterrichtseinheiten;
Vorbereitung durch Selbstlernen (6 UE), Vorbereitung, Fallerarbeitung, Falldarstellung;
Insgesamt 14 Unterrichtseinheiten;
240 € (umsatzsteuerbefreit) inkl. Kursmaterialien

Ziele und Inhalte

Der Workshop geht von dem Konzept des „Kompetenztrainings für Eltern sozialauffälliger Kinder (KES)“ aus. Dabei handelt es sich um eine Elternschulung, die vom Familiengeschehen im Alltag ausgeht. Im Mittelpunkt steht die Belastung der Eltern, die sie beispielsweise beim Zu-Bett-bringen; beim Spielen; bei den Mahlzeiten, beim Streit der Geschwister, beim Waschen, Baden und Anziehen erleben.

Diese Ereignisse werden festgehalten, beschrieben und möglichst unmittelbar verändert, z.B. durch:

  • Günstigere Erziehungsformen
  • Die Einrichtung von Routinen (z. B. beim Zu-Bett-gehen)
  • Schwerpunktsetzungen im Familienalltag (Strukturierung)
  • Verbesserung der Beziehung zum Kind (Qualitätszeit)

Diese Lösungen werden den Eltern in Beratung und Schulung nahegebracht.

Das Programm „Elterntrainer nach KES für Familienzentren“ hat sich vielfach bewährt; es wird mittlerweile in zahlreichen Zentren angewandt.

Der vorliegende Workshop soll die Praxiserfahrungen der TeilnehmerInnen reflektieren und um neue Anregungen ergänzen. Dazu werden die TeilnehmerInnen gebeten, eigene Fall- und Anwendungsbeispiele vorzubereiten.

Die Ziele bestehen in:

  • Bericht über Anwendungsbeispiele
  • Austausch über die Anwendungserfahrungen (Expertenrunde)
  • Beispiele und Planungen für weitere Anwendungsmöglichkeiten
  • Informationen zur Optimierung der eigenen Beratungspraxis
Vorbereitende Selbstlernphase (6 UE)

Die TeilnehmerInnen bereiten ihre bisherigen Praxiserfahrungen vor und halten diese in Stichworten fest. Die Praxiserfahrungen können sich beziehen auf:

  • Ansatzpunkte für die Elternschulung (Gründe für Verhaltens- und Erziehungsschwierigkeiten in der Familie)
  • Anwendung von KES in der Beratung einzelner Eltern (z. B. das Kind folgt den Anweisungen der Eltern nicht)
  • Durchführung einer Elternschulung (z. B. Einrichtung einer entsprechenden Elterngruppe am Familienzentrum)
  • Vertretung der KES Positionen in Vorträgen oder Schulungen (z. B. bei Elternabend)
Adressaten / Zielgruppe
  • MitarbeiterInnen, die in der Elternberatung bzw. -schulung tätig sind
  • MitarbeiterInnen, die die Kriterien der für eine qualifizierte Erst- und Verweisberatung von Eltern in Erziehungs- und Familienfragen (Umfang mindestens 30 UE) erfüllen wollen (siehe unten)
  • Pädagogische Fachkräfte aus Kitas
Programm

1. Modul (2 UE) Warming-up und neuere Infos über die Elternschulung

  • Vorstellung der TeilnehmerInnen und der jeweiligen Arbeitsschwerpunkte
  • Bericht über die eingereichten Anwendungsbeispiele
  • Informationen zur Schulung von Eltern allgemein u. a.
  • Wann wirken solche Schulungen?
  • Was stellt sich als wirksam heraus?
  • Was tun bei mehrfachen Problemen in der Familie?
  • Der Einfluss der Familiensituation (z. B. Partnerschaft, alleinerziehend)
  • Wie kann die „Breitenwirkung“ (z. B. auf nicht beteiligte Elternteile) erhöht werden?

2. Modul (2 UE) Elternberatung mit KES

  • Bericht der Praxiserfahrungen
  • Diskussion der Praxisbeispiele
  • Erweiterung der Beraterkompetenz

3. Modul (2 UE) Schulung von Eltern mit KES (Einzeln, Gruppen)

  • Vorstellung der eigenen Anwendungsbeispiele
  • Ressourcenorientierte und validierende Diskussion dieser Beispiele
  • Austausch über weitere Aktivierung
  • Anreicherung der Beraterkompetenz durch Praxisbeispiele

4. Modul (2 UE) Ideen und Best Practice

  • Beispiele dafür
  • Übertragung in die eigene Praxis
  • Planung von eigenen Vorhaben in Arbeitsgruppen
  • Besprechung dieser Planungen im Plenum
  • Abschlussbesprechung und Evaluation
Ihre Vorteile im Einzelnen
  • Basiert auf dem „Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder (KES)“
  • Die Elternschulung wurde entwickelt mit Förderung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (NRW) und in einem klinischen Versuch umfassend erprobt (Projekt des Bundesministeriums für Familien und Gesundheit)
  • Konkrete und praxisnahe Schulung der Eltern
  • Verbessert die Erziehungsfähigkeit speziell von Eltern „schwieriger“ Kinder
  • Kennenlernen und Diskussion von Best Practice Beispielen
  • Trägt zur Erfüllung der folgenden Punkte des "Gütesiegels für Familienzentren" bei:
    (siehe aktueller Download unter https://www.paedquis-familienzentrum.de/sites/default/files/2020-21_Handbuch_revidiertes%20G%C3%BCtesiegel_2020.09.09.pdf):

1.3 Qualifizierte Erst- und Verweisberatung von Eltern in Erziehungs- und Familienfragen (ab 30 UE)
1.3.1 Begleitung des Beratungsprozesses
1.4 Individuelle Beratung zu Erziehungs- und Familienberatung (durch Kooperationsstellen)
1.11.1 Beratung von Eltern und Fachkräften

2.2 und 2.3 Informelle Gespräche und Elternveranstaltungen (niederschwellig)
2.8.1 Kurse zur Stärkung der Erziehungskompetenz

8.4 Schwerpunktsetzung des Familienzentrums (Familienangebote, Koordination von Beratungsangeboten)
8.5 Fortbildung von MitarbeiterInnen

Unsere Leistungen
  • Zusendung der Materialien
  • Vorbereitende Selbstlernphase (6 UE)
  • Eintägiger Workshop (8 UE)
  • Bescheinigung der Fortbildung durch Prof. Lauth
  • Anrechnung von Fortbildungszuschüssen (z. B. Bildungsschecks (NRW))
  • Leitung durch eine erfahrene Expertin
Buchungsmodule: